Kondolenzbuch Heiner Link

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Schorsch, Claudia, Thierry, Silvia schrieb am 05.06.2002 um 19:37 |
Liebe Claudia,
auf diesem Wege möchten wir dir und deinen Kindern unser Mitgefühl ausdrücken. Für die schwierigen Aufgaben, die auf dich zukommen, wünschen wir dir viel Kraft.

Conny L�ch schrieb am 05.06.2002 um 18:20 |  
Ich habe Heiner Link sehr gemocht. Auch deshalb, weil er es niemandem ganz leicht machen wollte, ihn zu durchschauen. Er wollte sich nicht am Wickel packen lassen. Für die Blasierten war er gerne der Proll. Für die Norddeutschen gerne der Bayer. Ein Schluri und Frauenhinterhergucker, der seine Familie über alles liebte. Ein Künstler mit handfestem Geschäftssinn und ein Spießer mit der Sehnsucht eines Bohemiens. Leute, die nicht verstehen können, daß das alles zusammen Sinn macht, wenn man Heiner Link ist, langweilten ihn. Er hat nicht gelangweilt. Die Vorstellung nicht mehr "Schatzi" genannt und auf Buchmessen von ihm mit geschnorrtem Sekt abgefüllt zu werden ist gräßlich.

Gnter schrieb am 05.06.2002 um 18:10 |  
"only the good die young",lieber Heini, wir sehen uns wieder.

martin droschke schrieb am 05.06.2002 um 10:42 |  
betroffene anteilnahme an heiners familie. er war einer der besten seines fachs, eine hoffnung für mehr intelligenz in der schreibenden szene. seine literarischen rebellionen aus der doppelhaushälfte waren wegweisend. ich werde die telephonate mit ihm sehr vermissen, seinen humor, seine fairness.

Fam. Kulterer schrieb am 05.06.2002 um 10:22 |  
Ein lieber Gast wird uns fehlen! Im Wissen, daß Worte über den Verlust nicht hinwegtrösten können, viel Kraft an die Familie.
Das Catering-Team des Ingeborg-Bachmann-Preises 2001

Harry Neumayer schrieb am 04.06.2002 um 22:54 |
nach langen jahren traf ich meinen jugendfreund heiner wieder. ich stellte fest,das all die jahre nichts verändert hatten. nichts an heiner und nichts an unserer freundschaft. umso trauriger macht es mich jetzt, ihn auf so tragische weise zu verlieren.HEINER LINK, mehr als nur ein freund.

Anton G. Leitner schrieb am 04.06.2002 um 21:07 |  
Dein Tod reißt uns aus dem Schlaf. Mit offenen Augen
leben wir weiter.

Stefan Beuse schrieb am 04.06.2002 um 19:02 |  
Heiner war ein Haudegen. Einer, der alle Frauen Schatzi und alle Männer Alter Sack genannt hat. Wer nicht bis zum Pupillenstillstand Schnaps mit ihm getrunken hat, war ein Künstler. Die Sorte, die keinen Nagel gerade in die Wand hauen kann und sich für den Mittelpunkt der Welt hält. Die mochte er nicht, die Kunst-Künstler.
Wenn er mir seine warme stoppelige Wange ins Gesicht gedrückt, mich an sich gezogen und dabei irgendwas gesagt hat, in dem die Worte Schnaps und Alter vorkamen, dann war das eine besondere Art der Liebeserklärung. Eine, die besonders gut tat, weil sie vom Heiner kam. Heiner, der im Grunde immer der größte Romantiker von uns allen war. Auch, wenn er das nie zugegeben hätte. Romantiker war eine Art Schimpfwort für ihn. Aber eins, das von Herzen kam. Wie überhaupt alles, was er sagte und tat, von Herzen kam.
In seinem letzten Buch, das er mir im März geschickt hat, steht: Für Stefan, der viel zu selten ein Bier mit mir trinkt. Eine seiner schönsten Geschichten, in der steht, wie er mit seinen Kindern Moritz und Franziska im Wienerwald zu Mittag ißt, endet mit dem Satz: Und das ist der Grund, warum ich heute geweint habe. Es steht noch eine ganze Menge mehr in der Geschichte. Es ist eine von den Geschichten, die nie aufhören. Weil sie uns nicht loslassen. Selbst, wenn sie zuende gelesen sind.

Franz Dobler schrieb am 04.06.2002 um 16:42 |
heiner war einer der wenigen angenehmen schreiber, und seine literatur mochte ich auch. ich hab ihn nicht so oft getroffen und gesprochen, aber er fehlt mir. was für eine scheiß-geschichte. hoffentlich haben sie wenigstens bier an dem ort, wo man dann hinkommt... mein beileid an seine nächsten.

Peter Unger schrieb am 04.06.2002 um 15:51 |  
jeder motorradfahrer lebt gefaehrlich, das hobby, nein die mobile berufung, hat uns alle gepackt, so hoffen wir immer, zu denen zu gehoeren, die es nicht erwischt und sind immer wieder aufs neue entsetzt ueber einen jeden, dem es widerfaehrt, die familie wird leiden, ihr gilt das mitgefuehl ...

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